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Die Villa und der Garten
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Aus einer Zeichnung von Ettore Romagnoli aus dem Jahr 1835 kann man herauslesen, dass es seit dem XVIII Jahrhundert einen an die Villa angeschlossenen Garten geben musste. Das heutige Erscheinungsbild ist eher auf die zweite Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts zurückzuführen, als sich das Gebäude im Besitz von Sansedoni befand und vollständig umgebaut wurde.

In der Tat ließ der adelige Alessandro Pucci Sansedoni in den letzten zwanzig Jahren des neunzehnten Jahrhunderts einen vollkommen neuartigen Komplex aus Villa und romantischem Garten errichten, im Geiste der stilistischen Veränderung die im Florenz der Zeit vorherrschte. In der jetzigen, perfekt erhaltenen Anlage mag deshalb insbesondere die Originalität des Gartens und der in der sienesischen Landschaft um Monaciano gelegenen Villa überraschen, als Ausdruck eines Geschmacks und einer Architektur die eher der florentinischen Kultur des neunzehnten Jahrhunderts verschuldet zu sein scheint.

Die Villa und der Garten bilden das Zentrum des Anwesens von Monaciano und liegen auf einer Anhöhe, mit Blick auf die toskanische Landschaft der Provinz von Siena, im Chianti-Gebiet.


Der Park wurde zur selben Zeit entworfen und angelegt und weist eine Schlüssigkeit in der Idee und in der Realisierung vor, die direkt vom Eigentümer stammt. Dieser verbrachte die meiste Zeit des Jahres in Florenz und leitete von dort aus die Bauarbeiten. Es ist auch der jüngst von den jetzigen Eigentümern nach originalen Dokumentationen und Nachforschungen vor Ort ausgeführten konservativen Restaurierung zu verdanken, wenn der Garten nun wieder in seinem alten Glanz erstrahlt. Ergänzungen und Überlagerungen, wie sie oft bei Wiederherstellungen hinzugefügt werden, blieben hier glücklicherweise aus. Durch den Entwurf des Gartens kann man sich deshalb noch eine Ahnung über die originäre Inspiration eines gebildeten Eigentümers verschaffen, der direkt in die Verwaltung eines großen landwirtschaftlichen Betriebs involviert war und über den neuesten Stand der damaligen Kenntnisse über die Botanik, die Bodenkunde und den Wasserbau verfügte.

Der Park ist in zwei Bereiche unterteilt: der Erste befindet sich auf der südlichen Anhöhe und ist dem Blumengarten gewidmet; der Zweite befindet sich auf dem flachen Land und bildet den eigentlichen romantischen Park. Hier durchqueren geschlängelte Pfade große bewaldete Flächen, die sich überraschenden Ausblicken und Panoramen öffnen, und sich zu einer Abfolge von sehr unterschiedlichen, in sich abgeschlossenen Räumen artikulieren, die geschaffen wurden um den Besucher immer von Neuem zu überraschen.

Die Betrachtung des Lageplans der botanischen Anlage bestätigt die Anwendung des Repertoires des “englischen Stils”, mit einem Wechsel von Fülle und Leere, kleinen Wäldchen und ausgedehnten Lichtungen. Der Park im romantischen Stil besteht aus verschiedenen Arten von hochstämmigen Bäumen, vorwiegend immergrün, insbesondere Steineichen, eine große Libanon-Zeder, aber auch Rosskastanien, Eichen und Palmen.

Prägnant sind die steinernen Möblierungsgegenstände und die in strategischen Punkten verstreuten Skulpturen, die den Blick zu einem fantastischen Panorama leiten, in das sich die Villa wie ein Bühnenhintergrund in die offene Szenerie der toskanischen Hügel einfügt. Der Garten wurde für die Eigentümer der Villa als Ort der Kontemplation, der Unterhaltung und als Kontext für ihre Sammlung konzipiert. Aufgrund dieser verschiedenartigen Funktionen, eklektisch und häuslich zugleich, wurden auffallende und spektakuläre Aspekte bevorzugt. Als Besonderheit stechen das beheizte Gewächshaus, das Gewächshaus für Zitronenbäumchen, das Vogelhaus, das Nymphäum, die Venus-Grotte, der Tempel, die Wasserspiele und die anderen Wunderwerke hervor, die voneinander durch Blumenbeete, Wäldchen und Büsche getrennt sind.




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Die Events in der Villa

Die Einbettung in die Natur des Chianti-Gebietes und zugleich die kurze Entfernung von nur 5 Kilometern von der Stadt Siena, macht aus der Villa einen privilegierten und exklusiven Ort.
Für Hochzeiten bietet sich die Villa in Monaciano als ideale Location an. Ihre für Schönheit und Eleganz renommierten Salons können bis zu 200 Gäste fassen und der Garten im englischen Stil, der die Villa mit seinem Wechsel von Fülle und Leere, kleinen Wäldchen und ausgedehnten Lichtungen umgibt, erlaubt die gleichzeitige Inszenierung von verschiedenen Events am selben Ort.
Im Jahr 2005 fand in Monaciano die erste Tagung statt, organisiert von der Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität Siena.

Der Garten wurde auch zum Schauplatz großer Events, die von wichtigen Vereinen wie dem Fai und “Dimore Storiche” organisiert worden sind. Unter anderem wurde während der “Giornata del Patrimonio” (Tag der Denkmalpflege und des Naturschutzes), im Kontext der Vorstellung des Buches “Gli interventi contemporanei nel verde storico” (Die modernen Eingriffe in die historische Natur), das Theater von Verzura eingeweiht.

Die Villa GESTERN und HEUTE
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